Festliche Hackbrettmusik
Inhalt
1. 2. 3. |
ANTONIO VIVALDI (1678-1741) Konzert in G-Dur (RV 93) Allegro Largo Allegro |
(11:25) 3:49 5:10 2:19 |
4. 5. 6. |
PAOLO SALULINI (1709-1780) Konzert in G-Dur Allegro moderato Andante Allegro |
(13:43) 4:39 5:18 3:43 |
7. 8. 9. |
GIUSEPPE SAMMARTINI
(1693-1770) Trio Sonate in F-Dur Allegro Adagio Allegro |
(5:03) 1:59 1:46 1:17 |
10. 11. 12. |
ANTONIO VIVALDI (1678-1741) Konzert in C-Dur (RV 425) Allegro Largo Allegro |
(7:37) 2:34 2:45 2:13 |
13. 14. 15. 16. |
GEORG PHILIPP TELEMANN
(1681-1761) Trio Sonate in g-Moll Soave ma non adagio Vivace Largo Allegro |
(6:35) 1:34 1:35 1:55 1:25 |
17. 18. 19. |
JOHN BASTON (ca. 1711-1733) Konzert in D-Dur Allegro Adagio Presto |
(6:35) 2:29 1:50 2:15 |
In Augsburg wird im Jahre 1499 erstmals im Gebiet des
heutigen Bayern die Bezeichnung Hackbrett gebraucht, 52 Jahre nach der frühesten
erwähnung in Züricher Ratsbüchern, die von einem gewissen Ackli berichten, der das
Hackbrett geschlagen habe "nieman ze lieb noch zeleid". Das Steuerregister der
Stadt Augsburg nent in den Jahren 1499 bis 1516 Bartelmo Schuster als Lauten- und
Hackbrettbauer. Bartelmo, wie er oft auch nur kurz genannt wird, ist damit der früheste
namentlich erwähnte Hackbrettmacher. Kein Instrument des Bartelmo ist erhalten. Eine vage
Vorstellung vom Aussehen eines Augsburger Hackbretts jener Zeit, gibt uns ein Flugblatt um
1510: Eine Frau schlägt ein sechssaitiges, tafelförmiges rechteckiges Hackbrett mit zwei
Schlagstäben von etwa 30cm Länge, die zwischen Zeige- und Mittelfinger gehalten werden,
eine Haltung, die sich seit etwa 1460 durchgesetzt hat.
Zur Zeit des Barocks wurde das Hackbrett für die klassische Musik entdeckt. Hebenstreit war Zeitgenosse Bachs und
stellte sein neu erfundenes Hackbrett mit einem Tonumfang von 4 1/2 Oktaven in Konzerten
vor. Er errang an Königshäusern großen Ruhm für sein Spiel, undmit ihm begann die
Blütezeit des klassischen Hackbrettspiels. Es entstanden zahlreiche Sonaten und Konzerte
für Salterio (=ital. Hackbrett). Zur Zeit des galanten Stils, als sich die vornehme
Gesellschaft hauptsächlich ihrer Sehnsucht nach pastoraler Idylle widmete, feierte das
Hackbrett als Verkörperung der ländlichen Idylle einen Siegeszug in Europa.
Karl-Heinz Schickhaus
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Last Update: July 13, 2007